Cochem 2009

 

Vereinsfahrt nach Cochem

 

Am 16.Mai 2009 veranstaltete der Höseler Bürger- und Schützenverein (HBSV) eine Vereinsfahrt nach Cochem. Um 08.00 Uhr am Morgen trafen sich 28 gutgelaunte Mitglieder des HBSV auf dem Feuerwehrplatz in Höhsel, um mit dem Bus nach Cochem zu reisen. Cochem ist die zweitkleinste Kreisstadt Deutschlands mit knapp über 5000 Einwohnern.

 

Nach einer zweistündigen Busfahrt inklusive Frühstück im Bus erreichten die Mitglieder des Höseler Bürger- und Schützenvereins die im rheinland-pfälzischen Landkreis Cochem-Zell flussaufwärts am Moselufer gelegene Stadt.

 

Das erste Ausflugsziel war eine Weinkellerei, wo erste Kenntnisse über die Region, den Anbau der „Moselweine“ und seine Rebsorten mühevoll vermittelt wurden. In Kenntnis des Anbaus und der Sorten wurden selbstverständlich die edlen Tropfen im Keller verkostet.

 

Zweites Ausflugsziel war der Besuch der Historischen Senfmühle. Ihr Ursprung reicht zurück bis 18. Jahrhundert. Ein Zufallserwerb 1997 des Senfmüllers Wolfgang Steffens brachte zwei historische Mühlen zuerst nach Birgel / Vulkaneinfel, wo eine erstmals nach langer mühevoller Restauration und technischer Überholung in Betrieb genommen wurde. 2001 zog er mit dieser direkt an die Moselbrücke in Cochem-Cond und eröffnete am 01. Mai das produzierende Senfmuseum. Den Mitgliedern wurde die Herstellung von Senf in seiner vollständigen Bandbreite gezeigt und erstmalig in der Vereinsgeschichte weinten alle Mitglieder gleichzeitig. Die ätherischen Öle des Senfs sorgten für den Ausnahmezustand. Die historische Senfmühle produziert feinst kalt gemahlenen Gourmetsenf, dessen Grundlage in zwei Originalrezepten (aus dem 15. Jahrhundert und von 1820) liegen. Die Rezepte erfuhr keiner – sie sind ein absoluten Betriebsgeheimnis. Ziel des Senfmüllers Steffens und seiner historischen Mühle – Senf so herzustellen, wie dies dem Baujahr der Senfmühlen entspricht.

 

Das Motto: „Klasse statt Masse“. Senfmüller Steffens zitiert: „Unser Gourmet-Senf ist so unverwechselbar wie die Menschen selber“. Hiervon konnten sich die Mitglieder überzeugen.

 

Nach einem gemütlichen Mittagessen hatte jeder der Teilnehmer die Gelegenheit Cochem noch ein wenig auf eigene Faust zu erkunden. Einige bestiegen zu Fuß die Reichsburg Cochem, die im Jahre 1130 zum ersten Male urkundlich erwähnt wurde. 1150 wurde die Reichsburg Cochem von König Konrad dem III. besetzt und zur Reichsburg erklärt. Der französische König Ludwig XIV. besetzte 1688 die Burg im Zuge eines pfälzischen Erbfolgekrieges. Um 1689 wurde sie dann von den Besetzern zerstört. Der Berliner Kaufmann Jakob Louis Ravené kaufte die Ruine 1868 für 300 Goldmark und ließ sie im neugotischen Stil wieder aufbauen. Seit 1978 gehört die Burg der Stadt Cochem und zählt zu einem der attraktivsten Ausflugsziele in Cochem.

 

Andere Teilnehmer der Vereinsfahrt nutzten die Freizeit, um mit der Cochemer Sesselbahn zu einem der schönsten Aussichtspunkte über Cochem, dem Pinner-Kreuz zu fahren und in luftiger Höhe das Moseltal zu erleben. Einige trafen sich in den vielen wunderschönen Weinlokalen und selbst die einstündige Schifffahrt auf der Mosel fand durch die Teilnehmer reißenden Absatz.


Gegen 18.00 Uhr trafen sich alle wieder, um bepackt mit Wein und Senf, die Heimreise nach Hösel anzutreten. Ein wunderschöner Vereinsausflug endete gegen 20.00 Uhr mit der Ankunft auf dem Feuerwehrplatz.